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10. Lauf Spa - Turbolenter Regentanz
11.02.2014 19:13

Mit dem 10. Lauf der GTP-Pro-Serie der Racersleague neigt sich die Saison langsam dem Ende entgegen. Das Team Nordschleifer war wieder in Grid2 mit Ralf und Marcel am Start. Erstmals in dieser Saison war auf der traditionsreichen Strecke Regen angekündigt und so mussten sich beide Piloten auf die nicht immer einfachen Bedingungen auf der Strecke einstellen.

Marcel gelang wieder ein sehr gutes Qualifying und er stellte den Maserati in überragender Manier auf P2 hinter Sascha Glatter, der zu den Top-Piloten in Grid1 gehört. Dieser musste allerdings in Grid2 antreten, da er keine Prequalizeit gefahren hatte. Ralf hingegen schaffte mit seinem Lister-Storm nur P17 und war wie auch schon in Watkins Glen in Q2 nur Zuschauer.

Marcel startete sehr gut und konnte sich in der ersten Runde P2 hinter Glatter sichern. Auf den weiteren Positionen folgten zunächst Dauerkontrahent Mirko Wenzel gefolgt von Carlos Zydorek und Sascha Miesterfeld. Keiner der Verfolger konnte die Pace von Sascha Glatter mitgehen und so hiess es in den ersten Runden im Verfolgerfeld wieder mal Marcel Heck vor Mirko Wenzel, der natürlich den Maserati-Piloten gleich von Anfang an gehörig unter Druck setzte. Ab der 10. Runde verschaffte sich Marcel dann etwas Luft vor dem Saleen von Wenzel, der im weiteren Verlauf nach einem Fahrfehler Königsegg-Pilot Carlos Zydorek vorbeiziehen lassen musste. Immer besser kam er nun auch mit der zunehmend feuchter werdenden Strecke zurecht und lag plötzlich in Runde 19 in Führung, als Sascha Glatter vermutlich durch Disconnect den Server verlies. Der Ardennen-Kurs wurde nun immer nasser und immer drängender damit auch die Frage, ob man beim anstehenden Stop auf Regenreifen wechseln sollte. In Runde23 schliesslich kam der Maserati an die Box und es wurden Regenreifen montiert, vermutlich in der Annahme, der Regen würde noch stärker werden oder zumindest so anhalten.

Dies sollte sich schliesslich als fatale Fehlentscheidung herausstellen, denn als der Maserati-Pilot nach dem Stop wieder auf die Strecke fuhr stand da nur noch P2. Führender war von nun an der erfahrene BMW-Pilot Sascha Miesterfeld, der geahnt hatte, das es nun eher trockener werden würde. Zudem hatte er früher gestoppt und konnte den Vorteil der neu aufgezogenen Slicks optimal umsetzen. Für Marcel begann indes die Rutschpartie auf immer heisser werdenden Regenreifen. Nutzniesser dieser neuen Rennsituation war zunächst Harry Liedkte auf seinem Pagani Zonda, der mit dem rutschenden Maserati natürlich leichtes Spiel hatte. Überraschenderweise verlies Harry nach einer recht komisch aussehenden Kollision mit seinem Teamkollegen Roger Mackut wenig später den Server. Nachdem Marcel auch noch die Corvette mit Jan Müller passieren lassen musste reichte es schliesslich zu einem verdienten 3. Platz hinter Schlitzohr Miesterfeld und der Müller-Corvette. Ein tolles Ergebnis in dem natürlich auch etwas Lehrgeld in Sachen Regen enthalten ist!

Ralf hatte einen guten Start von P17 und konnte bis zur Eau Rouge zwei Positionen gewinnen. Leider geriet er hier auf den linken Curb und musste vom Gas, um den Lister zu stabilisieren und einen Abflug bereits in der ersten Runde zu vermeiden. So ging es auf der folgenden Geraden zurück bis auf Pos. 20 und es zogen auch noch Frank Heinen und Mirko Pundt vorbei, da Ralf nun etwas übervorsichtig agierte. Nachdem Ralf sich nun hinter Mirko Pundt eingereiht hatte folgte in Runde4 der nächste Supergau der Saison, nachdem es ja in Watkins Glen bereits ein große Startkatastrophe im Hinterfeld gegeben hatte. Der Lister von Mirko Pundt streifte bereits Eingang Eau Rouge die linke Leitplanke und im Zick-zack ging es dann vor Ralf diese schnelle Kurve hinauf. Nach einem weiteren Einschlag schoss der Pundt-Lister quer über die Strecke und erwischte Ralf an der vorderen Radaufhängung. Nun hiess es die ganze lange Runde möglichst auf der Strecke bleiben und zur Reparatur an die Box. Mit einer "Riesenkrawatte" und ebensolchem Rückstand galt es nun von hinten das Feld wieder aufzurollen. Ein sehr später regulärer Boxenstop und diverse Ausfälle anderer Piloten führten Ralf letzendlich noch auf einen versöhnlichen 14. Platz hinter einer überglücklichen Katharina Schulz, die sich clever aus allen Scharmützeln rausgehalten hatte.

Das nächste Rennen findet in 14 Tagen in Bahrain statt, hoffentlich ohne Regen und etwas mehr Glück im Rennen.

Bis dahin eine schöne Zeit!

Euer Ralle

 

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